15. Dezember: Blue Beat Explosion Vol. II/ HuK

Still hard & smart
Nach geglückter Premiere im Oktober geht es nun bereits in Runde Zwei unserer Blue Beat Explosion-Veranstaltungsreihe: feinste tanzbare Klänge werden einmal mehr ausschließlich auf Vinyl zum Besten geboten! Wie bereits schon zuvor richtet sich der Blick wieder über den Tellerrand des Leipziger Südens hinaus – dieses Mal geht’s nach Lindenau ins HuK. Also Schuhe geputzt, hin da und das Tanzbein geschwungen!

30.11./01.12.: Oi! The Massacre Vol. III/ Stö

Oi! The Massacre Vol. III – Aller guten Dinge sind Oi!
Das OTM geht nun bereits in die dritte Runde und das zugrunde liegende Prinzip sollte inzwischen klar sein: ein Abend mit gepflegtem Oi! ohne (vermeintlich) unpolitisches Wischiwaschi und fadenscheinige Kompromisse. Klare Kante und Attitüde – in Zeiten wie den unsrigen umso unabdingbarere Attribute. Für das sich selbst unentwegt zu reproduzieren scheinende Phrasengedresche und pseudorebellische Plattitüden, die mit dem Etikett „Oi!“ versehen sind, gibt’s in Leipzig derweil ja bereits diverse Anlaufstellen.
Nebst einem am Vorabend stattfindenden Nighter bildet eine Infoveranstaltung des CRD Leipzig zur aktuellen Lage in Katalonien mehr als ein Jahr nach dem Unabhängigkeitsreferendum das Rahmenprogramm. In gewohnter Manier wird es zudem an beiden Tagen eine Solibar geben, deren Erlöse jeweils an sich in der Provinz engagierende antifaschistische Strukturen geht.
Also Bühne frei für Runde drei: Haare schneiden (optional), rumkommen und abfeiern! Oi!
RASH Leipzig | 161 Skinhead Crew

Check ‘em out:
>> Oi!Factory (Bandcamp | FB)
>> Harbour Rebels (FB)
>> Snob City Boys (Bandcamp | FB)

Die letzte Bastion

Sehr ausführlicher Artikel des „kreuzer“ zu den Vorgängen während der sich jüngst zum 100. Mal gejährten Novemberrevolution in Leipzig:

Im November 1918 fegt auch in Leipzig die Revolution die alte Ordnung hinweg. Für ein halbes Jahr regiert ein Arbeiter- und Soldatenrat die damals viertgrößte Stadt Deutschlands. Die Geschichte der Leipziger Räterepublik ist kurz, aber turbulent – und wert, dass sie wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt.

Die Revolution erreicht Leipzig am 8. November, einem Freitag. Im Laufe des Vormittags versammeln sich im Hauptbahnhof etwa hundert Soldaten und Matrosen auf Heimaturlaub und beschließen, nicht mehr an die Front und zu ihren Häfen zurückzufahren. Vor allem die Seeleute sind in Aufruhr. Als wenige Tage zuvor bekannt geworden war, dass die Marineführung die deutsche Flotte zu einer letzten Entscheidungsschlacht gegen die Royal Navy auslaufen lassen wollte, verweigerten die Matrosen den Befehl und probten den Aufstand. Von Wilhelmshaven und Kiel breiteten sich die Unruhen wie ein Flächenbrand über das ganze Reich aus.

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Hardcore im Kriminalpräventiven Rat

Die „Jungle.World“ schreibt zur seitens des sächsischen Verfassungsschutzes imaginierten „linksextremistischen Musikszene“ folgendes (da auch wir Teil dieser vermeintlichen Szene sein sollen, werden an dieser Stelle hierzu demnächst aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch mal ein paar Worte unsererseits zu finden sein):

Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz überwacht allein im Erzgebirgskreis mehr linke Bands als alle anderen Landesämter im restlichen Bundesgebiet zusammengenommen. Die Kunstfreiheit sieht das Amt dadurch nicht verletzt.

Mindestens zwölf sächsische Bands beziehungsweise Liedermacher ordnet das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) derzeit dem Beobachtungsobjekt »Linksextremistische Musikszene« zu. »Bei Bekanntwerden von Konzerten mit Beteiligung linksextremistischer Bands in Sachsen ­informiert das LfV Sachsen die zuständigen Behörden und die Polizei vorab über die geplanten Auftritte«, sagte Martin Döring, der Pressesprecher des LfV Sachsen, der Jungle World. Die ­zuständigen Polizeidirektionen und Stadtverwaltungen werden tätig, sobald sie derartige Informationen vom LfV erhalten. Das behördliche Proze­dere sieht in einem solchen Fall eine »Prüfung des Veranstaltungsraums auf Geeignetheit zur Durchführung von Veranstaltungen« vor.

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Oi!Factory – Spirito del Tempo

Am 01.12. spielt die Innsbrucker Oi!-Combo anlässlich des „Oi! The Massacre Vol. III“ in Leipzig auf – auf die Ohren gibt’s hierbei nebst englischsprachigen übrigens auch stilechte italienischsprachige Texte. Fantastico!

»Ich bin gerade beschossen worden!«

Über die mangelhafte juristische Aufarbeitung des Naziüberfalls auf Connewitz berichtet der „kreuzer“:

Wie die Leipziger Justiz das volle Ausmaß des Neonaziangriffs auf Connewitz aus der Öffentlichkeit hält

Als am Abend des 11. Januar 2016 rund 250 bewaffnete Neonazis und Hooligans durch Connewitz zogen, hinterließen sie massiven Sachschaden. Nur durch Glück wurden dabei keine Menschen verletzt, so die öffentliche Darstellung. Dabei ist den Justizbehörden bekannt, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist.

»Hooligans! Hooligans!« hallt es über die Straße, Pyrotechnik erhellt die Kulisse hinter den Vorhängen, als Tobias in seinem Zimmer am Computer sitzt. Draußen bersten die ersten Scheiben, der Lärm treibt ihn zum Fenster. Direkt vor ihm tobt ein Mob aus über 250 schwarzbekleideten und vermummten Personen, die mit Eisenstangen und Holzlatten auf Schaufensterscheiben und Autos einschlagen. Er steht im hellen Rahmen des Fensters und beobachtet. Dann splittert mit einem Knall die Scheibe. Etwas trifft ihn am Arm, fliegt quer durch den Raum und bleibt wenige Meter entfernt auf dem nächsten Fensterbrett liegen. Tobias wirft sich auf den Fußboden. Er kriecht zur Zimmertür, schaltet das Licht aus. Handelt ohne nachzudenken. Dann wird ihm bewusst: »Ich bin gerade beschossen worden!«

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