20. Oktober: karramba!, Selbztjustiz & Størsender/ Stö

Und zack: schon steht bereits die nächste Veranstaltung in den Startlöchern. Auf die Ohren gibt’s dieses Mal dreimal gepflegten Punk in den verschiedensten Facetten. Zudem wird es eine Solibar für das in Merseburg ansässige Café Internationale geben.
Da das Ganze überdies auf einen Samstag fällt, kann die Devise also nur lauten: rumkommen, Durst mitbringen und Spaß haben! Oi!

Im Schnellverfahren

Der „kreuzer“ berichtet:

Diesen Mittwoch wird am Amtsgericht Leipzig zum dritten Mal der Angriff von Neonazi-Hools auf Geschäfte und Kneipen in der Wolfgang-Heinze-Straße im Januar 2016 verhandelt. Zeugen sollen diesmal gar nicht erst gehört, das Urteil hingegen noch am selben Tag verkündet werden.

Was sich wie ein Justizmarathon ankündigte, könnte nun zum Sprint werden. In über achtzig Verhandlungen sollen sich seit diesem August meist zwei Angeklagte gleichzeitig für den Überfall auf den linksgeprägten Stadtteil Connewitz verantworten. Wurden bei der ersten Verhandlung noch zahlreiche Bereitschaftspolizisten, geschädigte Anwohner und mehrere LKA-Beamte gehört und die beiden Angeklagten zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt, wurde bereits im zweiten Prozess das Tempo angezogen: Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten sich vorab darauf verständigt, dass beide Angeklagten mit Bewährungsstrafen davonkommen, wenn sie aussagen. Daraufhin wurden kurz nach Beginn der Verhandlung fast alle Zeugen kurzfristig abbestellt. Statt einer zweitägigen Beweisaufnahme wie im ersten Prozess, wurde diese bereits nach einer guten Stunde beendet. Amtsrichter Pirk führte in seiner Urteilsbegründung aus, dass dies als »große Erleichterung« für die geschädigten Anwohner zu sehen sei und den Angeklagten daher strafmildernd zugute komme. Diese hätten zudem nur eine untergeordnete Rolle in dem Geschehen gespielt. Einer der beiden damaligen Angeklagten ist mutmaßlich Schriftführer einer rechtsaffinen Rockergruppierung, der andere ein ehemaliger NPD-Kandidat, der an dem Tag von Strafverteidiger Olaf Klemke vertreten wurde, der als rechter Szeneanwalt gilt und auch im NSU-Prozess als Verteidiger von Ralf Wohlleben auftrat.

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Cor Fort – Soviets

06. Oktober: Blue Beat Explosion Vol. 1/ Karl-Helga

Hard & Smart
Da ist das Ding: Nachdem in Leipzig inzwischen diverse Nighter-Veranstaltungsreihen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt sind oder gar das Zeitliche gesegnet haben, geht aus unseren Reihen initiiert am 06.10. die erste Runde der Blue Beat Explosion an den Start. Als regelmäßige Veranstaltungsreihe konzipiert soll hier perspektivisch an alternierenden Orten auch über den Tellerrand des Leipziger Südens hinausgegangen werden.
Allerhand fähiger DJ*anes werden euch mit feinsten Tunes versorgen – die Devise kann demnach nur lauten: Stiefel putzen und ab in‘n Leipziger Westen!

Mehrmaliger Anquatschversuch in Leipzig

Die hiesige OG der Roten Hilfe dokumentiert:

Am Abend des 10. September 2018 lauerte ein Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen einem Genossen nach Feierabend am Arbeitsplatz in Leipzig auf und versuchte ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Der Genosse lehnte trotz der überrumpelnden Art des Gesprächs die Unterhaltung schnell ab. Auch das mehrmalige Nachbohren des Schlapphuts konterte der Genosse mit konsequenter Gesprächsverweigerung. Nach dem ca. 3-minütigen Überfall verließ der VS-Mitarbeiter unverrichteter Dinge den Ort.

Der selbe völlig schmerzfreie Stalker im Auftrag des Staates lauerte dem Genossen erneut 2 Wochen später, diesmal auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz auf und suchte in aller Öffentlichkeit das Gespräch. Wieder reagierte der Genosse vorbildlich und ließ es diesmal gar nicht erst zum Gespräch kommen. Daraufhin rief ihm der Verfassungsschützer noch ein Angebot zum Telefongespräch hinterher, was der Genosse entsprechend ablehnend quittierte.

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Die Akte Rose

Die „junge Welt“ berichtet:

Vor Oury Jalloh starben bereits zwei weitere Männer im Polizeirevier Dessau. Über das erste Opfer war bislang wenig bekannt. Eine Spurensuche

Hans Jürgen Rose stirbt 1997 an schwersten inneren Verletzungen, Mario Bichtemann fünf Jahre später an einem Schädelbruch, und 2005 verbrennt der gefesselte Oury Jalloh bis zur Unkenntlichkeit in seiner Zelle: Die Serie nie aufgeklärter Todesfälle im Polizeirevier Dessau ist einer der größten Justizskandale und Zeugnis mörderischen Korpsgeistes. Im Fall Jalloh verwarf Oberstaatsanwalt Folker Bittmann erst kurz vor seiner Pensionierung und nach einem Brandversuch die Selbstmordthese. Mehr noch: Die Verbrennung Jallohs sei wohl nur die Spitze des Eisbergs, vermerkte er im April 2017. Polizisten hätten damit mutmaßlich nicht nur Spuren im Fall Jalloh verwischt, sondern ein Wiederaufrollen der früheren Todesfälle verhindern wollen. Eine exklusive Recherche von jW zum Fall Hans Jürgen Rose dokumentiert deren Umstände.

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