Hoxblood: The Redskins of 80s West Berlin

Sehr interessantes wie lesenswertes (auf Englisch geführtes) Interview des „Creases like knives“-Blogs mit „Ugly“, seines Zeichens Mitbegründer des „Skintonic“ und heutiger Mitherausgeber des „Rauditum“ Fanzines, über die Redskin-Szene in West-Berlin der 1980er Jahre:

If you’ve watched Chasseurs des skins you’ll remember the so-called redskins from Paris, who liked to sport hammers and sickles, but whose vaguely libertarian politics didn’t really extend beyond anti-fascism. Elsewhere, though, there were those who took the ‘red’ in redskin a great deal more seriously. For instance, Ugly – co-founder of the Red Guards, a hardline Hoxhaite (pro-Albania Marxist-Leninist) skinhead youth league in 1980s West Berlin.

Matt Crombieboy spoke to the chap who also co-founded the legendary Skintonic zine.

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Wir sind alle LinX! – Kampagne gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus

Leipziger Erklärung

Wir sind alle LinX! – Kampagne gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus
Kürzlich erst wurde dem Thema Antifa höchste Priorität im niedersächsischen Landtag eingeräumt. Das Vorhaben: Ein mögliches Verbot antifaschistischer Gruppen. Das steht beispielhaft für eine gesellschaftliche Entwicklung, in der antifaschistische Gruppen und Initiativen immer stärker in den Fokus von Polizei und Justiz rücken. Dem Verband VVN-BDA wurde die Gemeinnützigkeit aberkannt und in Stuttgart Antifaschist:innen in U-Haft genommen. In Leipzig-Connewitz und weiteren Städten kam es zu zahlreichen Hausdurchsuchungen. Auch die Inhaftierung der Antifaschistin Lina im November 2020 lässt sich in die Kriminalisierungsbestrebungen antifaschistischen Engagements einordnen.

All dies geschieht zu einer Zeit, in der Faschist:innen wieder Land gewinnen – ob auf den Straßen oder in den Parlamenten, in Deutschland und weltweit. Nicht nur die Wahlerfolge der AfD und anderer rechter Parteien zeigen, dass die faschistische Gefahr wieder aktuell ist. Es ist noch nicht lange her, dass die Morde des NSU und die Verstrickungen durch Behörden wie dem Verfassungsschutz bekannt wurden. Knapp zehn Jahre später folgt der antisemitische Anschlag in Halle sowie der Mord an einem CDU Politiker in Kassel. Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau aus rassistischen Motiven neun Menschen getötet. Beinah täglich erreichen uns neue Meldungen über rechte Netzwerke innerhalb der Sicherheitsbehörden, parallel dazu verschwinden Waffen, Munition und Sprengstoff aus ihren Beständen. Rassistische, antisemitische und frauenfeindliche Chatgruppen rüsten sich für den Tag X und erstellen Feindeslisten. Mit dabei sind Reservisten, Beamt:innen der Kriminalpolizei, Angehörige von Spezialeinsatzkommandos, Richter:innen sowie Mitarbeiter:innen des Verfassungsschutzes. Rechte bewaffnete Gruppen entstehen allerorts und die Dunkelziffer derer, die nicht auffliegen, dürfte noch viel höher sein.

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Fontanelle – V. S.

Wenngleich die imaginierte und im vorherigen Bericht seitenlang aufgeblähte „linksextremistische Musikszene“ im aktuellen sächsischen Verfassungsschutzbericht nun keinerlei Erwähnung mehr findet, hat sich an den zugrundeliegenden sächsischen Verhältnissen derweil nichts geändert. Passend hierzu der Soundtrack von Fontanelle aus ihrer vor knapp einem Monat erschienenen zweiten LP „Noi!e Einträge“:



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