„Oi for Saxony“: Konspiratives Rechtsrock-Konzert

Genau genommen gibt sich keine der an dem Abend aufgetretenen Bands dezidiert „unpolitisch“ – dafür wird zu sehr mit RAC-Scheiße und sonstigem reaktionären Geschmeiß kokettiert, nichtsdestotrotz sei nachfolgend der Artikel der „Endstation Rechts“ aus aktuellem Anlass dokumentiert:

Unter dem Titel „Oi for Saxony“ fand am Samstag ein Konzert in Neukirchen im Landkreis Leipzig statt. Die Bands, die dort vor Skinhead-Publikum spielten, geben sich zwar unpolitisch, nicht wenige von ihnen pflegen jedoch enge Verbindungen in die Rechtsrock-Szene. Zu der konspirativen Veranstaltung reisten knapp 100 Teilnehmer aus dem Umland sowie aus einigen weiteren Bundesländern an.

Wenngleich das Konzert schon seit Monaten offensiv beworben wurde, waren die Organisatoren um Diskretion bemüht: Die Lokalität der klandestinen Veranstaltung sollte möglichst geheim gehalten werden. So wurden die Teilnehmer der Veranstaltung nicht direkt in das „Dancehouse Zeche II“ in Neukirchen, sondern zunächst auf einen abgelegenen Parkplatz in Borna gelotst, von wo die weitere Anreise dann gemeinsam erfolgte.

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Blut & Boden-Texte gegen “Gutmenschen”: Was ist eigentlich Grauzonen-Musik?

Neuer Input zum Themenkomplex „Grauzone“ vonseiten der „Beltower News“:

Selbst für Laien ist es oft recht einfach zu erkennen, wenn Musik rechtsextrem ist. In verschiedenen musikalischen Subkulturen existieren aber Grauzonen, die weniger eindeutig und daher schwieriger zu bewerten sind. Mittlerweile ist diese nationalistische und völkische Grauzonen-Musik sogar im Mainstream angekommen.

Für ihre Fans ist die Südtiroler Deutschrock-Band Frei.Wild nur eine Deutschrock-Band, Kritiker halten sie hingegen für „rechtsradikal“ – zumindest sind sie aber wohl die bekannteste Grauzonen-Band. 2016 wurde die Band gar mit einem Echo ausgezeichnet. Frei.Wild sind mit ihren rechtspopulistischen Texten im Mainstream.

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»Paramilitärischer Einmarsch«

Lesenswerter Beitrag von „der rechte rand“ anlässlich der nun beginnenden Prozesse infolge des Naziangriffes auf Connewitz am 11.01.16 (nicht minder lesenswert hierzu ist auch eine ebenso jüngst veröffentlichte Nachbetrachtung der „Beltower News“):

Am 11. Januar 2016 überfielen Neonazis den Leipziger Stadtteil Connewitz. Fast alle Verdächtigen werden sich demnächst vor Gericht verantworten müssen.

»Alle runter, los!« Die Polizei meint es ernst an diesem Abend, trägt Helme, sprüht Pfefferspray. Hier, in einer kleinen Seitenstraße in Leipzig, stehen Vermummte und kommen nicht mehr weg. Flaschen fliegen, Böller knallen, am Himmel schwebt ein Hubschrauber. Aus der Traube läuft ein Mann zu den BeamtInnen. Er hat eine Sturmhaube aufgezogen, in der rechten Hand hält er einen Hockeyschläger, mit dem er aufgeregt in der Luft wedelt. Trotzdem will er jetzt diskutieren: »Die, die euch mit Steinen beschmeißen, die wollen wir ham‘ und nicht euch«, brüllt er im breitesten Sächsisch. »Auf den Boden, hinlegen«, erwidert die Polizei. Der Mann sieht das nicht ein. »Erschießt mich lieber, bevor ich hier runtergehe!«, ruft er mit heiserer Stimme, und andere stimmen den Sprechchor an: »Wo, wo, wo wart ihr Silvester?«

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Emergency – Wasted Lives

»Ideologiekritische Nazi-Zombies«

Das „nd“ berichtet weiterhin:

Der Streit um die Einladung eines islamfeindlichen Referenten sorgt immer noch für Wirbel in der Leipziger Linken

Auch Wochen später ist es immer noch das dominierende Gesprächsthema in der linken Szene in Leipzig: Die Einladung eines selbsternannten »Islamhassers« durch das linke und selbstverwaltete Zentrum Conne Island. Der Hintergrund: Eine Veranstaltungsreihe inLeipzig wollte sich anlässlich des 70. Jahrestages der Staatsgründung Israels der Aufklärung über den auf Israel bezogenen Antisemitismus widmen. Geplant waren Vorträge zur »Kibbuzbewegung in Israel«, der »Kritischen Theorie des Antizionismus« und eine Veranstaltung mit dem Titel »Zur Kritik des islamischen Antisemitismus und seiner Bagatellisierung«

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08. August: Stadtteilspaziergang in Leipzig-Schönefeld

Via „Ladenschluss-Bündnis“:

Wir laden euch zu einem Stadtteilspaziergang im Leipziger Nordosten ein!

Mittwoch, 8.August 2018 – 17 Uhr – Rabet

Wir, das Leipziger Ladenschlussbündnis, haben uns zum Ziel gesetzt, Neonazistrukturen und rechte Netzwerke in Leipzig zu bekämpfen. Im Fokus steht ein Häuserkomplex in der Kamenzer Str. 10/12 in Leipzig-Schönefeld.

An diesem Ort befand sich von Juni 1944 bis April 1945 das größte Frauenaußenlager des KZ Buchenwald. Die dort ca. 5000 inhaftierten Frauen und Mädchen mussten schwerste Zwangsarbeit für einen Leipziger Rüstungskonzern leisten. Erschöpfung, Hunger, Krankheiten und Gewalt bestimmten den Lageralltag, mehrere hunderte Menschen fielen diesem Verbrechen zum Opfer.

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