„Dahin, wo es weh tut!“

Ein in dieser Form absolut zu unterstützender Artikel von „Publikative“, der sich dem realitätsfremden, weil schlichtweg den Polizeiberichten blind folgenden, Sportjournalismus widmet. Dass jener statt kritisch zu hinterfragen, geschweige denn differenziert über Geschehnisse berichten zu können, lieber möglichst reißerische Geschichten präsentiert, zeigte sich jüngst mehrmals (siehe hier und hier).

Es gibt ein erstaunliches Missverhältnis bei der Berichterstattung über Fußballfans: Bei nahezu keinem anderen Thema unterscheiden sich das Erleben der vielen Beteiligten und die mediale Repräsentation der Ereignisse derart eklatant. Schafft die Zunft der Sportjournalisten sich selbst ab?

Was haben die Ereignisse in der Alsterdorfer Sporthalle vom vergangenen Freitag und die Ausschreitungen vor der Partie Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden gemeinsam? Ganz einfach: Beide sind einzelne Perlen in einer langen Kette medialen Versagens bei einer der ureigensten Aufgaben und Existenzberechtigungen von Journalismus überhaupt: Nämlich dem Versuch, das, was man gängigerweise Realität nennt, halbwegs adäquat abzubilden.

Weiterlesen