“Aus falschen Gründen zu richtigen Entscheidungen”

Juliane Nagel berichtet auf ihrem Blog über den indifferenten Umgang des FC Lok Leipzig mit dessen tonangebender, sowie als rechts einzustufenden Fangruppierung „Scenario Lok“:

Nun haben sich die Ultras des 1. FC Lok Leipzig wohl selbst aus dem Rennen genommen. Vorerst zumindest, Nachdem der Verein – egal ob mit altem oder neuem Vorstand – sich nicht daran stört(e), dass die vereinseigene Ultragruppe Scenario Lok maßgeblich von Neonazis bestimmt wird, und nicht mal ihre offizielle Zuordnung zum “„subkulturellen rechtsextremistischen Milieu“” durch den Sächsischen Verfassungsschutz zum Handeln führte, folgt nun der Klassiker. Aufgrund des übermäßigen Einsatzes von Pyrotechnik werden den Ultra-Fans die Leviten gelesen.

Beim Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem Halleschen FC am 5. Juli 2013, ausgetragen im Bruno-Plache-Stadion in Probstheida, hatten die auch weltanschaulich dick befreundeten Fangruppen im Rahmen einer Choreographie kontrolliert und gestattet/ geduldet von Verein und Polizei Feuerwerk abbrennen dürfen. Doch die Jungs konnten sich nicht im Zaum halten und zündelten auch in der 2. Halbzeit weiter. Dies war nicht nur entgegen der Absprachen, sondern führte schlussendlich auch zum Abbrennen von Choreographie-Zubehör.

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