Die tödlichen Konsequenzen der deutschen Asylgesetzgebung – Der Tod von Hisham Yazbek

Die Kampagne „Rassismus tötet!“ mit einem Bericht über die Todesumstände des jüngst in Leipzig verstorbenen Asylbewerbers Hisham Y.:

Während in vielen Orten Deutschlands der Bürgermob mit den Nazis aus der Nachbarschaft gemeinsame Sache macht, um gegen Asylbewerberunterkünfte zu demonstrieren, ist es in Leipzig in der Diskussion um eine dezentrale Unterbringung von Geflüchteten vorerst ruhiger geworden. An den bestehenden menschenunwürdigen Lebens- und Wohnbedingungen hat sich rein gar nichts geändert. Im Zentrum steht dabei vor allem die Massenunterkunft für Geflüchtete in der Torgauer Str. 290.

Mitte August wurde der Tod des Asylbewerbers Hisham Yazbek bekannt. Hisham lebte bereits mehrere Jahre im Lager in der Torgauer Str. 290. Dort starb der erst 34-jährige im Mai, vermutlich an den Folgen riskantem Drogenkonsums. Der Tod wurde jedoch erst anderthalb Monate später, am 13. Juni, durch die Heimleitung festgestellt. Diese schreckliche Nachricht ist der Arbeit einiger Journalist*innen zu verdanken, die den Verhältnissen in der Torgauer Straße nachgegangen sind. Nur aus diesem Grund hat die Öffentlichkeit im August und damit zwei Monate später von diesem Vorfall Kenntnis erlangen können. Daraufhin meldet sich die Stadt Leipzig, die ihrer Informationspflicht auch gegenüber den gewählten Stadtabgeordneten nicht nachgekommen war, reflexartig mit den Worten “Wir bedauern diesen Todesfall sehr …” zu Wort. Die Heimleitung hat bis heute kein Kommentar von sich hören lassen.

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