16. Juni: Kundgebung „Love football – Hate the World Cup!“/ Kreuz

In Gedenken an Nuno Lourenço – 1998 in Leipzig während der WM von Faschisten ermordet

In den letzten Jahren packen “die Deutschen” anlässlich internationaler Fußballturniere der deutschen Herren gerne wieder in Massen das schwarz-rot-goldene Banner aus und freuen sich lauthals darüber, “Deutsche” zu sein. In der bürgerlichen Öffentlichkeit wird das Spektakel als “unverkrampfter” Partypatriotismus gefeiert, der negative Auswirkungen nicht kennt.

Dass es aber bei diesen nationalistischen Massenveranstaltungen schon immer zu menschenverachtenden Exzessen kam, wird gerne verschwiegen. Denn damit müsste eingestanden werden, dass die Einteilung von Menschen in ein “Wir” und die “Anderen” anhand der Konstruktion vermeintlicher Nationalitäten die Grundlage für menschenfeindliche Einstellungen wie Rassismus bedeutet und bisweilen auch tödlich enden kann. So erging es vor sechzehn Jahren Nuno Lourenço nach einem WM-Spiel, dass die deutsche Fußball-Elf verloren hatte.

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