Leipziger Fußball: Bei Lok nur rechts außen?

Lesenswerte, bisher zweiteilige Recherche der „Beltower News“ über die rechten Umtriebe bei Lok Leipzig:

„Wir sind die Krieger – wir sind die Fans – Lokomotive Hooligans“ – dieser Sprechchor ist in der Vergangenheit des Öfteren bei Spielen des 1. FC Lokomotive Leipzig zu hören gewesen. Der Ruf des Vereins ist schon seit Jahren beschädigt, da sich im Umfeld des Vereins immer wieder bekennende Rechtsextreme umtreiben. Der Sport wird oftmals vom Geschehen abseits des Rasens überschattet. Teil 1 einer Serie über Fußball, Hooligans und Fankultur in Leipzig.

In den 1970er und 1980er Jahren zählte der 1. FC Lokomotive Leipzig zu den erfolgreichsten Vereinen der DDR-Oberliga und mit insgesamt 77 Europapokalspielen zu den bekanntesten DDR-Fußballclubs in Europa. Aber die Bestandsaufnahme ist eine ganz andere – ein ausverkauftes Stadion und Spiele gegen europäische Spitzenmannschaften sind längst Vergangenheit. Der „inoffizielle“ Nachfolgeverein des „ersten deutschen Fußballmeisters“, VFB Leipzig, spielt mittlerweile in der Regionalliga Nordost. Heute heißen die Gegner nicht mehr FC Barcelona, AC Mailand oder Ajax Amsterdam, sondern FSV Budissa Bautzen, ZFC Meuselwitz oder Wacker Nordhausen. Der Leipziger Traditionsverein ist nach mehreren Insolvenzverfahren und dem Abrutschen in die sportliche Bedeutungslosigkeit wieder auf dem Weg der Konsolidierung.

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