Archiv der Kategorie 'Allgemeines'

Konspirativer „Oirock“ im Sommer in Sachsen

Als „Oirock“ dürfte das Ganze wohl beileibe nicht durchgehen – vielmehr ist der Rotz in Teilen als lupenreiner RAC einzustufen. Ungeachtet dessen ein lesenswerter Beitrag des „Blick nach Rechts“:

Für ein „Oi!“-Sommerkonzert im Freistaat werben die im Visier des Verfassungsschutzes stehenden „Prolligans“. Auch andere der angekündigten Bands sind als einschlägige Rechtsrock-Bands bekannt.

„Putz die Stiefel! Es geht nach Sachsen“, heißt es auf einem Flugblatt, das die „Prolligans“ im Internet verbreiten. Sie treten dabei auch als „Gastgeber“ auf. Im August soll demnach ein „Oirock Sommerkonzi“ in Sachsen stattfinden. Der genaue Ort wird nicht genannt, den erfahren Interessierte erst nach dem Kauf der Karten. Auch die Behörden tappen im Dunkeln. Das sächsische Innenministerium teilt auf Anfrage mit, es habe „noch keine belastbaren Erkenntnisse. Der Ort ist derzeit nicht bekannt.“ Man werde aber die Entwicklung der Veranstaltung „im Auge behalten“.

Die Geheimniskrämerei dürfte mit dem Line-Up des Events zusammenhängen. Wie zuvor sollen Protest, kritische Berichterstattung und behördliche Intervention erschwert werden. (bnr.de berichtete) Neben den „Prolligans“ als Gastgeber sollen die „Bombecks“, „Angry Bootboys“, „Combat BC“, „Skinfront“, „Crophead“ und „Kotten“ auf der Bühne stehen. Einige der angekündigten Bands geben sich gerne ein unproblematisches „Oi!“-Image und behaupten, „unpolitisch“ zu sein. Tatsächlich sind sie als einschlägige Rechtsrock-Bands bekannt.

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Die deutschesten der antideutschen Linken

Über die jüngste Episode des scheinbar nie enden wollenden Inselkollers schreibt das „nd“:

Vermeintlich rechte Parolen in einem linkem Zentrum sorgen für Streit in der Leipziger Szene

Vor dem Conne Island herrschte letzten Montag großes Gedränge: Überall standen versprengte Gruppen und stritten lautstark. Es gibt Diskussionsbedarf an diesem Abend vor dem linken Zentrum im Leipziger Stadtteil Connewitz. Die Stimmung ist aufgeheizt, verschiedene Initiativen verteilen Flyer. Die anlässlich der Veranstaltung gegründete »Initiative gegen rechte Antideutsche« händigt Zettel aus, auf denen dem Referenten des Abends, Thomas Maul, »rechts-libertärer Furor und Linkenhass« vorgeworfen wird. Und eine Gruppe von sich selbst als »jüdisch-israelisch« bezeichnenden Aktivisten verteilt Flugblätter, in denen gegen die Veranstaltung und den »israelischen Faschismus« mobilgemacht wird.

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Bullen misshandeln und quälen Linke in Leipzig

Was inzwischen höchstwahrscheinlich schon weitestgehend viral gegangen sein sollte, möchten wir ob der Wichtigkeit des Ganzen nichtsdestotrotz auch an dieser Stelle dokumentieren; die OG der Roten Hilfe berichtet:

Am Abend des 25.04. griffen Bereitschaftspolizeieinheiten, die Tag und Nacht den Connewitzer Kiez im Leipziger Süden unter konstanter Beobachtung halten, vier junge Genossen auf. Die allesamt unter 16-Jährigen sollen an diesem Abend mobilisierende Parolen gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai in Chemnitz an Wände im Kiez gesprüht haben. Diese Festnahme sollte aber nicht wie die fast schon normalen Gängeleien im Kiez ablaufen. Nach der Festnahme mit Pfeffersprayeinsatz gingen die Bullen mit massiver Gewalt gegen die Genossen vor.

Vor dem Transport in die Bullenwache in der Wiedebachpassage wurden sie unter Bedrohungen und Beleidigungen in Bauch, die Rippen und auf den Kopf geschlagen. Einem gefesselten, wehrlosen Genossen wurden sein Tascheninhalt, Geldscheine und ein Feuerzeug, in dem Mund gestopft, unter dem Ruf „FRISS FRISS FRISS“. Die Bullen ließen sich auch darauffolgend keine Gelegenheit entgehen die Genossen zu quälen. In der Wache musste ein Genosse gefesselt auf dem Boden vor einem leeren Stuhl knien und wurde im Genick gepackt und hochgezogen.

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Die Stille nach den Schüssen

Die „Jungle.World“ schreibt hierzu:

Im vergangenen Jahr schoss ein Mann im sächsischen Torgau einem syrischen Flüchtling in die Brust, der Prozess gegen ihn begann vergangene Woche. Obwohl beim mutmaßlichen Täter Nazi­devotionalien gefunden wurden, ist das öffentliche Interesse an dem Fall gering.

Der Zuschauerbereich im großen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Leipzig war spärlich gefüllt. Lediglich sechs Besucher und Besucherinnen fanden sich am Donnerstag vergangener Woche im Saal ein, um die Verhandlung gegen Kenneth E. zu verfolgen. Öffentliches Interesse sieht anders aus. Die Vielzahl der leeren Sitze passt gut zur fehlenden medialen und gesellschaft­lichen Auseinandersetzung mit dem, was im Juli 2017 im sächsischen Torgau geschah.

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01. Mai: Den Worten Taten folgen lassen!/ Chemnitz


Am 1.Mai 2018 mobilisiert der III. Weg nach Chemnitz. Diese rassistische-neonazistische Partei versucht den größten Neonaziaufmarsch am 1.Mai in Deutschland zu veranstalten.

Warum die Wahl auf Chemnitz als Aufmarschort gefallen ist, verwundert nicht. Schließlich ist hier der Rechtsruck noch stärker spürbar als in anderen Städten gleicher Größe. In der Stadt und dem chemnitzer Umland sind die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre, infolge des „Sommer der Migration“, sichtbarer geworden.

Der AFD-Direktkandidat scheiterte mit 24 % nur knapp an der CDU und die bis dato stattfindenden rassistischen Demonstrationen der rechten Bürgerbewegungen konnten in ihrer Hochphase 2015/2016 mehrere Hunderte „besorgte Bürger“ mobilisieren.

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Hausdurchsuchungen in Leipzig am 27. April

Die OG der Roten Hilfe berichtet:

In den frühen Morgenstunden des 27.4. fanden in Leipzig zwei Hausdurchsuchungen statt – eine im Süden, eine in einem Hausprojekt im Westen. Die Beschlüsse richteten sich gegen zwei Einzelpersonen, von denen eine in dem Hausprojekt wohnt. Der Vorwurf bezieht sich auf gemeinschädliche Sachbeschädigung.

Zum Vorgehen der Polizei einige Anmerkungen:

1. Zwischen dem richterlichen Beschluss zur Hausdurchsuchung und der Durchführung lagen ca. 4 Wochen.

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