Cor Fort – Soviets

06. Oktober: Blue Beat Explosion Vol. 1/ Karl-Helga

Hard & Smart
Da ist das Ding: Nachdem in Leipzig inzwischen diverse Nighter-Veranstaltungsreihen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt sind oder gar das Zeitliche gesegnet haben, geht aus unseren Reihen initiiert am 06.10. die erste Runde der Blue Beat Explosion an den Start. Als regelmäßige Veranstaltungsreihe konzipiert soll hier perspektivisch an alternierenden Orten auch über den Tellerrand des Leipziger Südens hinausgegangen werden.
Allerhand fähiger DJ*anes werden euch mit feinsten Tunes versorgen – die Devise kann demnach nur lauten: Stiefel putzen und ab in‘n Leipziger Westen!

Mehrmaliger Anquatschversuch in Leipzig

Die hiesige OG der Roten Hilfe dokumentiert:

Am Abend des 10. September 2018 lauerte ein Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen einem Genossen nach Feierabend am Arbeitsplatz in Leipzig auf und versuchte ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Der Genosse lehnte trotz der überrumpelnden Art des Gesprächs die Unterhaltung schnell ab. Auch das mehrmalige Nachbohren des Schlapphuts konterte der Genosse mit konsequenter Gesprächsverweigerung. Nach dem ca. 3-minütigen Überfall verließ der VS-Mitarbeiter unverrichteter Dinge den Ort.

Der selbe völlig schmerzfreie Stalker im Auftrag des Staates lauerte dem Genossen erneut 2 Wochen später, diesmal auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz auf und suchte in aller Öffentlichkeit das Gespräch. Wieder reagierte der Genosse vorbildlich und ließ es diesmal gar nicht erst zum Gespräch kommen. Daraufhin rief ihm der Verfassungsschützer noch ein Angebot zum Telefongespräch hinterher, was der Genosse entsprechend ablehnend quittierte.

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Die Akte Rose

Die „junge Welt“ berichtet:

Vor Oury Jalloh starben bereits zwei weitere Männer im Polizeirevier Dessau. Über das erste Opfer war bislang wenig bekannt. Eine Spurensuche

Hans Jürgen Rose stirbt 1997 an schwersten inneren Verletzungen, Mario Bichtemann fünf Jahre später an einem Schädelbruch, und 2005 verbrennt der gefesselte Oury Jalloh bis zur Unkenntlichkeit in seiner Zelle: Die Serie nie aufgeklärter Todesfälle im Polizeirevier Dessau ist einer der größten Justizskandale und Zeugnis mörderischen Korpsgeistes. Im Fall Jalloh verwarf Oberstaatsanwalt Folker Bittmann erst kurz vor seiner Pensionierung und nach einem Brandversuch die Selbstmordthese. Mehr noch: Die Verbrennung Jallohs sei wohl nur die Spitze des Eisbergs, vermerkte er im April 2017. Polizisten hätten damit mutmaßlich nicht nur Spuren im Fall Jalloh verwischt, sondern ein Wiederaufrollen der früheren Todesfälle verhindern wollen. Eine exklusive Recherche von jW zum Fall Hans Jürgen Rose dokumentiert deren Umstände.

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Starker Zulauf für Neonazi-Demo in Plauen

Da – zurecht – allenthalben über die widerwärtige Scheiße, die sich in Chemnitz abspielt, berichtet wird und somit eigentlich jede*r im Bild sein sollte, möchten wir an dieser Stelle den Blick ebenfalls nach Plauen richten, wo sich am vergangenen Wochenende mehrere hundert (!) „besorgte Bürger“ einer astreinen Nazi-Demo angeschlossen haben. Die „Endstation Rechts“ berichtet:

Während die bundesweite Öffentlichkeit am Samstag nach Chemnitz blickte, hielt kurz zuvor die neonazistische Kleinstpartei Dritter Weg im vogtländischen Plauen eine Demonstration zum Thema „Ausländerkriminalität“ ab. Die schon länger geplante Demonstration verzeichnete vermutlich durch die Ereignisse in Chemnitz eine erhöhte Beteiligung aus der Bevölkerung. Medienberichte sprechen von etwa 800 Teilnehmern.

Auch in Plauen war am Samstag zu beobachten, was Zivilgesellschaft und Politik besonders seit den Demonstrationen in Chemnitz mit Sorge erfüllt. Bürgerliche Kreise mischen sich ohne größere Scheu bei Demonstrationen mit extrem rechten, teilweise neonazistischen Teilnehmern. Braucht es sonst dafür rechtspopulistische Veranstalter oder Ausgründungen wie „Kandel ist überall“, war das in Plauen von vornherein anders. Ausrichter der Kundgebung war mit dem Dritten Weg eine Organisation, die klar im Bereich des Neonazismus zu verorten ist. Klar ist auch: Wer in Plauen länger mitmarschiert, verzichtete damit auf die Teilnahme an den Veranstaltungen in Chemnitz, auch wenn später noch vereinzelt Teilnehmer in der früheren Karl-Marx-Stadt als Nachzügler anzutreffen waren. Matthias Fischer, stellvertretender Parteivorsitzender und Tony Gentsch sehen ihre Veranstaltung auch als bewussten Kontrast zum stillen Marsch der AfD und Pegida. Die Zeit des Schweigens sei vorbei, sie wollten laut durch die Stadt ziehen.

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Loikaemie – Haut dem Volk auf’s Maul

Aus gegebenem Anlass: