Kiezclub im Kiez

An dieser Stelle sei noch fix eine der Meldungen der vorangegangenen Woche dokumentiert (wenngleich es wohl ohnehin schon allseits bekannt sein dürfte):

Der Rote Stern ist neuer Nutzer der Sportanlage Teichstraße. Was passiert nun?

Wie aus heiterem Himmel überreichte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal am Mittwoch dem Roten Stern Leipzig (RSL) den Nutzungsvertrag für die Sportanlage in der Connewitzer Teichstraße.

Überraschend war das allemal, denn bereits zum 1. April sollte der mittlerweile arg verfallene Sportplatz samt Halle verpachtet werden. Aus dem Sportamt war in der Zwischenzeit zu hören, dass »Genauigkeit vor Schnelligkeit« gehe. Der nun bestehende Nutzungsvertrag zwischen dem Sportamt und dem Verein kam zustande, damit »die Sportanlage Teichstraße nicht weiter brach liegt und ihr Zustand sich nicht weiter verschlechtert«, so Amtsleiterin Kerstin Kirmes gegenüber dem kreuzer. Das eingereichte Konzept »vom Pachtinteressenten« wird derzeit noch vom Sportamt geprüft, das sich nach Ende der Prüfung mit dem Verein zusammensetzen möchte.

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Antifascist Oi! is on the rise!

Nachdem vor geraumer Zeit bereits mit Fontanelle eine fitte Oi!-Kombo das Licht der Welt erblickte, gibt es mittlerweile in Leipzig zwei weitere Belege dafür, dass die hiesige Oi!-Szene noch nicht komplett dem Hirntod erlegen ist (auch wenn einige Protagonist*innen weiterhin unbeirrt daran arbeiten):

>> Sharp X Cut

>> The Spartanics

Unbedingt auschecken! Oi!

Eskorbuto – Historia Triste

»Der Verband duckt sich weg«

Das „neue deutschland“ berichtet:

Roter Stern Leipzig brach nach rechten Provokationen ein Fußballspiel ab und wird nun bestraft

Am Mittwoch kam endlich das lange erwartete Urteil, doch für Roter Stern Leipzig (RSL) fiel es enttäuschend aus. Das Sportgericht des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) belegte den aktiv antirassistisch auftretenden Verein für die Vorkommnisse in Borna am 22. April mit einer Strafe von 1500 Euro. Vor der Problempartie beim Bornaer SV hatten sich beide Klubs darauf geeinigt, dass drei mutmaßlich am Überfall auf den linken Leipziger Szenebezirk Connewitz beteiligte Spieler nicht auflaufen sollten. Die Fans von Roter Stern hatten mehrere Banner auf die Ränge geschmuggelt, in denen die mutmaßlichen Täter als »Faschisten« und in Sprechchören als »Nazischweine« bezeichnet wurden. Als dann Bornaer Spieler nach dem Tor zum 1:0 provokant die Trikots des ausgeschlossenen Trios zeigten und die Stimmung hochkochte, weigerten sich die Leipziger, die Partie fortzusetzen.

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Abhörskandal in Leipzig – „Wahllos Leute zusammengesucht, die sich antifaschistisch engagieren“

Die „LVZ“ führte ein Interview mit einem von den neuerlichen Abhörmaßnahmen Betroffenen:

Weil die sächsische Justiz nach Attacken auf Rechtsextreme in Leipzig eine kriminelle Vereinigung finden wollte, wurden über drei Jahre hunderte Messestädter belauscht. LVZ.de sprach mit einem der Hauptbeschuldigten.

Abgeschlossen, aber nicht abgehakt: Dass Hunderte Leipziger jahrelang zum Teil ohne konkreten Straftatverdacht von der Polizei überwacht wurden (LVZ.de berichtete), erregt zumindest immer noch unter engagierten Fußballfans die Gemüter. Am vergangenen Wochenende gab es wieder diverse Solidaritätsbekundungen in den Fankurven des Landes – unter anderem bei Anhängern von Bayern München, RB Leipzig und Greuther Fürth. Dabei ging es bei den Ermittlungen der Dresdner Staatsanwaltschaft primär gar nicht nur um Fußballfans, sagt Fabian V.* Der 29-Jährige gehört zu den 14 Hauptbeschuldigten, die jahrelang im Auftrag der Dresdner Staatsanwaltschaft abgehört wurden. Am Ende umsonst, die Verfahren mussten ergebnislos eingestellt werden. Im Interview mit LVZ.de erzählt Fabian V., wie sein Umfeld von den Behörden abgehört wurde, warum hunderte weitere Leipziger letztlich ebenfalls belauscht wurden und warum sich die Behörden dabei auch auf Fanclubs der BSG Chemie Leipzig konzentrierten.

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